Aufreger-Quicky des Tages: Grünversiffte Genderpolitik!

Da twitterte am Mittwochmorgen die baden-württembergische Landesregierung, dass der erste Koalitionsvertrag auf Länderebene zwischen den Grünen und der CDU stünde und ein „demokratisches Reifezeugnis“ sei. Weiter war von „guten Demokrat*innen“ in der Meldung die Rede. So weit so gut. Letzteres war aber Grund genug für Steffen Bilger, sich darüber aufzuregen, denn er twitterte, dass die Landesregierung diese „grüne Schreibweise“ doch zu unterlassen habe. Aha. Wer isn Steffen Bilger überhaupt? Ein Blick zu Wikipedia sagt: Niemand. Bundestagsabgeordneter, der Gelder frisst, von dem aber niemand je was gehört hat. Irgendjemand scheint ihn aber gewählt zu haben.

Wir halten zu seinem Statement aber zwei Dinge fest:

1.: Die CDU möchte, der Meinung von Herrn Bilger nach, dass die Landesregierung dem altbewährtem Kurs der Schreibweise „Demokratinnen und Demokraten“ folgt. Jetzt müssen wir ein bisschen Mathe machen. Die dreckige, grünversiffte Genderschreibweise misst 14 Zeichen auf der Tastatur, während es die konservative Schreibung auf genau das Doppelte, nämlich 28 Zeichen bringt. Rechnen wir das hoch. Wenn wir die konservative Schreibweise in einem herkömmlichen Tweet benutzen, der 140 Zeichen lang ist, hätten wir nach 10 Tweets mit der Gender-Schreibweise schon einen Tweet wieder gutgemacht.
Rechnen wir anders. 1 Zeichen braucht 1 Byte Speicherplatz. Der Unterschied zwischen den beiden Schreibweisen liegt also bei 14 Bytes. Verwende ich in einem Dokument die herkömmliche Schreibweise öfter, nämlich genau 73 Mal, habe ich schon 1kB Speicherplatz verschwendet. Nehmen wir an, ich schreibe eine größere Abhandlung, ein Parteiprogramm, eine Homepage oder sonst was, und verwende die herkömmliche Schreibe 74.898 Mal, habe ich 1 MB voll. Und eine neue Festplatte mit 1 TB Speichervolumen könnte ich mir schon nach 78.536.544.841 Anreden nach der herkömmlichen CDU-gewünschten Form kaufen. Ein Witz, den Herr Bilger hier fordert! Ein Schwabe sollte es besser wissen und ein bisschen sparsamer mit Zeichen umgehen!

Witzigerweise hat der Name „Steffen Bilger“ mit dem Leerzeichen in der EDV auch 14 Zeichen. Könnte man auch einsparen. Karma?

2.: Der Asterisk ist ein bisschen mehr, als grüne Gender-Mainstreaming-Propaganda. Der Asterisk steht stellvertretend für alle diejenigen Menschen, die nicht das vermeintliche Glück hatten, mit einer DNA geboren worden zu sein, die eine eindeutig zuzuordnende Geschlechterrolle zulässt. Also weder die Demokratinnen noch die Demokraten, sondern eben alle, die dazwischen liegen und sich nicht eindeutig machen können oder wollen. Alle, die schließt Herr Bilger hier bewusst und absichtlich aus. Das hat nichts mit grüner Propaganda zu tun, sondern einfach mit Menschlichkeit. Das ist auch nichts, womit man Politik treiben sollte, das ist etwas, was völlig selbstverständlich sein sollte. Mein Dank gilt hier der Landesregierung Baden-Württemberg, dass sie dies selbstverständlich in den öffentlichen Fokus rückt. Und ein PFUI an Herrn Bilger!

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